„Stirb, bevor du stirbst!“ – ein Satz, der mich Sommer 2019 sehr berührt hat.

Ohne Qualen, ohne Ängste und ganz in Ruhe werde ich sterben können, wenn im bisherigen Verlauf meines Lebens alles schon einmal losgelassen habe. Denn: nichts gehört wirklich mir: weder meine Intelligenz, noch mein Auto, meine Kinder, meine Schaffenskraft, meine Gesundheit, meine Frau, mein Haus oder meine Whisky-Sammlung.
Und ist das nicht tägliche Übung und ein hehres Ziel für mein Leben?
Und für deines?

Morgendliches Gebet

Meine persönliche ICH-Zeit! Ja, das ist sie – die Zeit von 4 h bis 6 h morgens – alle anderen (außer den Katzen) schlafen noch. Ich brauche nichts tun, außer zu atmen und ab und zu den Pott Kaffee zum Mund zu führen.
Und so öffne ich mich bzw. meine Lippen („Herr, öffne meine Lippen“ als Beginn ds Invitatorium im katholischen Stundengebet der Priester/Ordensleute) an jedem Beginn des Tages (ich schaffe das an ca. 355 Tagen im Jahr).
Vor kurzem habe ich noch eine 15-minütige Stille Zeit mit Imaginationen in den Psalter eingebaut, auch hiermit komme ich mir selbst, meinem Geworden-Sein und meinen Lebensthemen ganz wunderbar in Kontakt.

Imagination

Tägliche Messe

Seit Ostern 2015 gehe ich täglich in eine Hl. Messe (ich schaffe das an ca. 28 Tagen/Monat) – was passiert dabei in mir?
Ich lege alles vor mich hin, lasse alles los, falle tief in mich selbst hinein, fühle mich verbunden mit der Kraft meines Lebens – da bin ich geborgen, aufgehoben und beschützt.
Wenn ich den Ort der Hl. Messe wieder verlasse, hat sich in mir vieles umsortiert –  manche Dinge erkenne ich als wirklich wesentlich und wichtig – anders kann ich ruhen lassen, neu bewerten. Auch

  • Priorisieren meiner täglichen Aufgaben,
  • Nein-Sagen einüben und
  • unbeschwert-fröhlich sein können

sind große Früchte dieser täglichen Übung.