Was ich auch kennen gelernt habe war die Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor E. Frankl. Gemeinsam mit einer an Krebs erkrankten guten Freundin besuchte ich immer wieder die deutsche Gesellschaft für Krebsforschung, und machte annähernd 20 Seminartage bei Elisabeth Lukas, der berühmtesten Schülerin Viktor Frankls.

„Was erhält den Menschen gesund?“

war seine prägende Leitfrage – seine Antwort entwickelt hat Frankl als Gefangener im KZ – ernährt mit nur einer kleinen Kartoffel als Tagesration hat er in Unterwäsche bei -18 Grad Celsius in Russland Gräben ausgehoben… und sich immer wieder vorgestellt, was er der Menschheit in vollen Hörsälen der Welt noch alles mitteilen will, wenn diese Zeit vorbei sein würde.
Die Trotzmacht des Geistes“ hat er das später genannt und einen Baustein im psycho-physischen Parallelismus, den noo-psychischen Antagonismus – diese wende ich bei mir selbst und anderen nahezu täglich an, wofür ich sehr dankbar bin!

Im letzten, was uns niemand nehmen kann und was mir immer möglich ist: mich einzustellen und eine positive Haltung demgegenüber zu entwickeln, was mir widerfährt –  das ist FREIHEIT! MEINE Freiheit.

Es ist also egal, ob in meinem Kopf ein Hirntumor wächst, ob meine Eltern oder meine Kinder sterben, ob ich arbeitslos werde oder ob ich mich am Aktienmarkt verzockt habe.

„Was wird darauf meine gute Antwort sein?“

– das Ringen darum lässt mich als Mensch und Persönlichkeit wachsen und reifen – und das ist doch das eigentliche Ziel, um sich auf das eigene Sterben vorzubereiten.